Am 1. September ist Tag des Briefeschreibens

Wussten Sie, dass sich das deutsche Wort «Brief» vom lateinischen «brevis» ableitet und so viel wie «kurz», «klein» oder auch «flach» bedeutet? Die Geschichte des Briefes reicht ca. 3500 Jahre zurück. Die Babylonier ritzten ihre Nachrichten in Tontafeln, im alten Ägypten dagegen dienten Papyri als Schriftträger für Briefe und im antiken Griechenland und Rom wurden mit Wachs beschichtete Tafeln aus Holz benutzt.

Der Zweck eines Briefes hat sich aber kaum geändert. Dieser ist in seiner ursprünglichen Definition nach eine auf Papier notierte Nachricht, die von einem Boten an einen Empfänger übermittelt wird. Das macht den handgeschriebenen Brief in der heutigen Zeit zu einer kostbaren Rarität.

Der Brief – persönlich und einzigartig
Sich Zeit nehmen und seine Gedanken aufs Papier zu bringen. Alles, was wirklich wichtig und persönlich ist, lässt sich mit einem handgeschriebenen Brief einfach stilvoller mitteilen. Es gibt so viele Gelegenheiten, um Freunde, Familie und auch Geschäftspartner mit einem persönlichen, handgeschriebenen Brief zu überraschen.

Feiern Sie am 1. September 2022 mit uns
Am 1. September ist der Tag des Briefeschreibens. Die Liechtensteinische Post AG möchte Sie an diesem Tag einladen, einen oder mehrere Briefe zu verschicken. Nutzen Sie die Gelegenheit und schreiben Sie wieder einmal einen Brief.
Einfach so –  um Freude zu bereiten!

Eine interkontinentale (Brief-) Freundschaft

Manche Geschichten bauen Brücken und überwinden dabei auch Ozeane. So wie die Geschichte von Monica Grigis aus Ruggell. Vor 40 Jahren, als 18-jährige Schülerin, las sie eine Anzeige in der Zeitung. Darin suchte ein fast gleichaltriger Amerikaner eine Brieffreundin aus Liechtenstein, damit er Briefmarken aus dem Fürstentum sammeln kann. Heute erinnert sie sich, damals die einzige Liechtensteinerin gewesen zu sein, die Leif im fernen Minnesota geantwortet hat. Da ihre Eltern auch nichts gegen das neue Hobby der Tochter einzuwenden hatten, stand der Brieffreundschaft zwischen Liechtenstein und Amerika nichts mehr im Wege.

Um die Deutschkenntnisse ihres neuen Brieffreunds weiter zu vertiefen, schrieben sich Monica und Leif ausschliesslich in Monicas Muttersprache. Seine Antworten hätten aber immer wieder auf sich warten lassen, sagt sie heute schmunzelnd. Der Grund war nicht etwa Desinteresse, sondern weitere Brieffreundinnen in anderen Ländern, die ebenfalls auf Post aus Amerika warteten. Monicas Post enthielt oft auch ausgeschnittene Briefmarken aus dem Fürstentum, die für Leif wegen der Vielfalt und Schönheit einen besonderen Stellenwert hatten.

Heute ist die Kommunikation untereinander dank moderner Medien zwar einfacher und schneller geworden, zu besonderen Anlässen aber schreiben sich beide nach wie vor echte, selbst gestaltete Briefe. Das soll auch so bleiben. Zum 40-jährigen Jubiläum der Brieffreundschaft hat Monica einen eigenen Briefmarkenblock mit dieMarke.li gestaltet, der sehr persönliche Motive zeigt.

Unsere Briefsets

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Impressionen

TAG DES BRIEFESCHREIBENS